P. Anselm Vettori wurde 80 Jahre alt

Nias 031

P. Anselm Vettori wurde 80 Jahre alt

Der kleine Friedrich Vettori aus dem südtiroler Dorf Völs bei Schlern war 7 Jahre alt, als deutsche Flugzeuge sein Heimatdorf bombardierten. Er erinnert sich noch, dass er damals seine Mutter fragte: „Mutter, was sind das für Eier, die dort vom Himmel fallen?“ – Inzwischen ist aus dem kleinen Friedrich bei den Kapuzinern der Pater Anselm geworden. Weil die Südtiroler Kapuzinerkustodie kein eigenes Missionsgebiet betreute, schlossen sich einige Kapuziner der Sibolgamission in Indonesien an.  So auch P. Anselm. Ganz im Innern der Insel Nias, in Tögizita, zwei Tagesmärsche weit vom Hauptort entfernt, betreute er lange allein ein Gebiet, in dem es nur Bergpfade  und Wege in den Wasserläufen gab, aber über 70 Außenstationen, weitverstreut in den Bergen, mit fast zwanzigtausend Katholiken. Mit großer Liebe und mit viel Fleiß besuchte und betreute er diese vielen Stationen und lebte das einfache Leben der  Dorfbewohner, schlief in ihren Hütten und aß ihren Reis. Dieses einfache Leben hat er bis heute beibehalten und besucht weiterhin Stationen. Nur die Berge machen ihm im Alter zu schaffen. Und da es inzwischen auch bessere Wege auf Nias gibt, macht ihm sein Katechist auch Chauffeur  auf dem Motorrad.  Heute lebt er in der Gemeinschaft der Postulanten in der Hauptstadt der Insel, ist aber in seiner einfachen Art den zukünftigen Kapuzinern ein weiterhin ein Beispiel des einfachen Lebens.

Unter den Feiernden war auch der Diözesanpriester Samuel Gulö, der die Stadtgemeinde der Konkathedrale Santa Maria Mutter der Völker mit 5.000 Katholiken leitet.  P. Anselm hat ihn als kleines Kind getauft und darf somit dankbar die Frucht seiner Arbeit erleben.

P. Anselm gehört nun zu den letzten 6 Kapuzinermissionaren der Diözese Sibolga. Drei davon leben in der Kapuziner-Kustodie Sibolga: P. Theophil (81 J.), P. Kristof (80 J.) und Br. Martinian (78 J.)  Die andern drei sind Mitglieder der Kapuziner-Kustodie Nias: P. Anselm (80), P. Barnabas (78) und P. Johannes Maria (75). Die beiden Patres Barnabas und Anselm stammen aus Südtirol, die drei andern Patres und Br. Martinian aus Deutschland. Sie folgen in ihrem Alter der Devise des hl. Martin von Tours, der im hohem Alter sagte: „Non recuso laborem“- Ich lehne die Mühen nicht ab. Seit Beginn unserer Mission in Nias und in der Diözese Sibolga waren hier rund 40 Missionare im Einsatz. Davon sind nun 6 übriggeblieben, die Nachhut.

P. Johannes Haemmerle

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