Indonesien

Einige Daten:

Fläche – 1.904.569 km², Einwohner – 238.000.000; Sprache – Nias, Batak, Indonesisch; Orte mit Mission – Insel Nias, Nord Sumatra – Diözese Sibolga; Islam – 87%, Christen -10%: Protestanten – 7%, Katholiken – 3%, Hindu – 2%

Nachdem bereits seit 1955 Kapuziner der Rheinisch-Westfälischen Provinz in Indonesien wirkten, wandte sich 1962 der Apostolische Präfekt von Sibolga P. Peter Gratian Grimm an die Kapuziner in Südtirol und bat um personelle Unterstützung. Die Brixener Kapuzinerprovinz hatte in dieser Zeit viele Berufungen. Da der Brixener Provinz durch den Kommunismus der Zugang zu ihrer Mission in Bulgarien verwehrt war, genehmigte der Generalminister P. Clemens Neubauer OFMCap. die Entsendung von Missionaren in die Präfektur Sibolga. Im Februar 1962 wurde P. Hilarius Innerkofler als Erster nach Sibolga gesandt. Ihm folgten P. Barnabas Winkler, P. Anselm Vettori, P. Leonhard Beikircher, P. Alfred Kugler, P. Albert Piok, P. Wilfried Winkler und Br. Stefan Kündig. 1994 errichtete Generalminister P. Flavio Roberto Carraro OFMCap. in Indonesien drei selbständige Provinzen: Provinz Medan, Provinz Sibolga und Provinz Pontianak. Die Provinz Sibolga umfasst die Inseln Nias, die Inselgruppe Pulau-pulau Batu, Tapanuli Tengah und Tapanuli Selatan. Kapuziner aus Sibolga übernahmen zudem neue Pfarreien auf Flores . Von den heute 125 Brüdern, die in der Provinz Sibolga in fünf Klöstern und sieben Pfarreien wirken, stammen sechs aus Europa.

Leben

Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Auf verschiedenen Obstplantagen werden Kokos- und Ölpalmen, Ananas, Reis, Kaffee und Kakao angebaut und Fischzucht betrieben. Die Brüder arbeiten in Pfarreien. Zu jeder Pfarrei gehören mindestens 30 Missionsstationen. Das sind Kirchen im Dschungel, wo die Brüder einmal pro Monat die Messe und andere Sakramente feiern. Die Brüder besuchen die Missionsstationen zu Fuß oder fahren mit dem Motorrad dorthin. In Indonesien, insbesondere auf Nias, werden Kinder mit Behinderung von der Gesellschaft und auch von der eigenen Familie ausgestoßen. Ein Überleben ist für diese Kinder schwierig, sie sind ab diesem Moment auf sich allein gestellt und müssen für sich selbst sorgen. Die in Indonesien wirkenden Franziskanerinnen nehmen sich dieser Kinder an bzw. ermutigen die Familien, diese Kinder zu ihnen in ihr Zentrum (Kinderdorf) zu bringen, wo die Schwestern alles in ihrer Kraft Stehende tun, um diesen Kindern ein Leben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. In diesem Zentrum gibt es eine Einrichtung für Physiotherapie, Erzieher und passende Schulen. Die Schwestern werden von Helfern dabei unterstützt, die Kinder wieder ins Leben zu integrieren.

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